KUMANTHONG (2019)

  • Horror, Thriller, OmU, Europapremiere
  • 1h 40m

Die taubstumme Soi hat keine gute Zeit im Dorf. Aufgrund ihrer Behinderung wird sie ausgestoßen. Als der charmante Huynh in der Gemeinde auftaucht, bittet der Wunderheiler sie um Unterstützung und hält später um ihre Hand an. Doch der vermeintlich glücklichste Moment ihres Lebens stößt das Tor zu endlosen Schrecken auf. Denn Huynh ist nicht der nette Mann, der er vorgibt zu sein. Er birgt ein finsteres Geheimnis, in das Soi immer tiefer hineingezogen wird und aus dem es kein Entrinnen gibt!

Andere Länder, andere Sitten - möchte man meinen. Doch die Themen Hinterland, Neuankömmling und vermisste Frauen sind im Genre nicht neu. Wenn aber den seltsamen Auswüchsen die Geschichte des ersten Massenmörders Vietnams zugrunde liegt und die filmische Erzählung soweit nicht von der Realität entfernt ist, dann ist das etwas anderes. Hochwertig und spannend inszeniert ist KUMANTHONG aufgrund seiner Herkunft ein Underdog des Festivals. Zu Unrecht, denn Grinsefressen wie Huynh vergisst man nicht.

Sein Regiestudium an der Ho Chi Minh Universität für Film und Theater konnte Le Binh Giang leider nie abschließen, da das Skript zu seinem Debütfilm KFC als zu brutal eingestuft wurde. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle, einigen Kurzfilmen und viel Mut konnte Le Binh Giang seinen Film endlich fertigstellen. Er gewann prompt Preise und wurde mit der Auswahl zum Rotterdamer Filmfest geadelt. Plötzlich fiel vieles leichter. Sein zweiter Film KUMANTHONG ist vor allem in Indochina ein Erfolg.

Director

Le Binh Giang

Sprache

Vietnamesisch